Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
25. Januar 2015

Migrationsbericht: Zuzug von Ausländern dämpft die Folgen der demografischen Entwicklung

Dagmar Kaselitz: Zuwanderung in M-V deutlich unter Bundesdurchschnitt

Zum aktuellen Migrationsbericht 2013 des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) erklärt die migrationspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Dagmar Kaselitz:

„Der Migrationsbericht zeigt, dass die Zuwanderung nach Mecklenburg-Vorpommern nur halb so hoch ist wie im Bundesdurchschnitt. Im Vergleich mit den übrigen ostdeutschen Ländern hat Mecklenburg-Vorpommern allerdings die höchste Zuwanderung gemessen an der Einwohnerzahl. Dies ist ein deutliches Zeichen dafür, dass wir nicht nur mit schöner Landschaft, sondern auch mit wichtigen Standortfaktoren wie Arbeit, Familie und Wohnen zumindest im Vergleich der neuen Länder punkten können und beinahe das Niveau von Schleswig-Holstein erreicht haben.

Für das gesamte Jahr 2013 konnte Mecklenburg-Vorpommern ein positives Wanderungssaldo von 5.292 Personen verzeichnen. Der Ausländeranteil an der Wohnbevölkerung stieg um 0,2 Prozentpunkte bzw. 3.029 Personen auf 2,2 Prozent. Trotzdem sank die Einwohnerzahl im Vergleich zu 2012 um 3.822 Personen.

Ohne Zuzug von Ausländern wäre der Rückgang der Einwohnerzahl deutlich höher gewesen. Migration nach Mecklenburg-Vorpommern hilft also dabei, die Folgen des demografischen Wandels zu dämpfen. Sie ist gut für unser Land. Und mit Blick auf die ausländerfeindlichen MVGIDA-Demonstrationen sei übrigens noch ergänzt: da der Großteil der Zuwanderung aus Ländern der europäischen Union erfolgt, gut zwei Drittel im Bundesdurchschnitt, besteht für Mecklenburg-Vorpommern auch keinerlei Gefahr der Islamisierung."

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  • Sprecherin für Integration, Migration und Entwicklungspolitik