Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
17. Dezember 2019

Rostock braucht Kooperation - keine Alleingänge

Der Fakultätsrat der Unimedizin Rostock hat sich dafür ausgesprochen, eine eigene Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Standort Schillingallee einzurichten.
Die Kooperation mit der Klinik Südstadt solle im Gegenzug beendet werden. Dazu erklärt der Rostocker und gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Julian Barlen:

 „Die Planungen für ein gemeinsames Eltern-Kind-Zentrum von Südstadtklinik und Universität waren in der Vergangenheit schon weit vorangeschritten. Die jetzige Rolle rückwärts der Uni-Forscher ist nicht hilfreich und sorgt bei Eltern, Angehörigen und Beschäftigten für Irritationen.

Die gemeinschaftliche medizinische Versorgung am Standort Südstadt ist weit über die Stadtgrenzen hinaus anerkannt und sehr beliebt. Hier als Uni auf Kooperation zu verzichten und eine Konkurrenzsituation aufbauen zu wollen, ist angesichts der Gesamtlage der falsche Weg.

Der Versorgungsstandort Rostock muss insgesamt gestärkt werden. Priorität haben beste Rahmenbedingungen für werdenden Mütter und deren Kinder. Das geht durch gute, echte Kooperation. Dass dies im Rahmen eines gemeinsamen Eltern-Kind-Zentrums möglich ist, legen die bisherigen Überlegungen nahe. Daran muss nun angeknüpft werden. Allerdings hängt der Erfolg für den Standort Rostock vom guten Willen und dem Kooperationsgeist aller Beteiligten ab. Eigensinn wird eher dazu führen, dass die Versorgung in Rostock am Ende schlechter aufgestellt ist, als vorher.

Ich begrüße ausdrücklich, dass die Uni weiter offen verhandeln möchte. Darauf kommt es an. Die Planungen für das „ElKi“ am Standort Südstadt müssen jetzt auf den Tisch und gemeinsam zu einem guten Ergebnis für Mütter, Kinder und den gesamten Standort Rostock geführt werden.“
  • Sprecher für Gesundheitspolitik, Strategien gegen Rechtsextremismus