Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
23. Februar 2015

SPD-Agrarpolitiker besuchten Hybridschweinezuchtverband Nord/Ost e.V. in Malchin

Thomas Krüger: Nicht nur über Schweinzucht und -haltung reden, sondern sich vor Ort ein Bild machen!

Der Arbeitskreis Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz der SPD-Landtagsfraktion besuchte am 20. Februar 2015 den Hybridschweinezuchtverband Nord/Ost e. V. in Malchin, um sich über die aktuelle Lage der Schweinezüchter und Schweinehalter in M-V zu informieren. Der Leiter des Arbeitskreises, Thomas Krüger, und die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Stefanie Drese wollten insbesondere wissen, welche Ursachen aus Sicht des Verbandes für die derzeit schlechte wirtschaftliche Lage der Schweineproduzenten verantwortlich sind.

Thomas Krüger: „Der Verbandsvorsitzende Torsten Roder, der Stellvertreter Ulrich Söhnholz und die Geschäftsführerin Renate Schuster machten uns deutlich, dass die großen Fleischverarbeiter ihre Marktmacht dazu nutzen, die Preise extrem zu drücken. Erschwerend komme hinzu, dass die Wirtschaftssanktionen gegenüber Russland besonders die Schweineproduzenten in M-V träfen. Kritisiert wurde auch der hohe bürokratische Aufwand bei den Meldepflichten und die stetig zunehmenden Auflagen im Tierschutz. Dies alles führe leider zu einer zunehmenden Konzentration in der Tierhaltung, da nur größere Betriebe unter diesen Bedingungen in der Lage seien wirtschaftlich zu überleben."

Bemängelt wurde von den Schweinhaltern zudem, dass die öffentliche Wahrnehmung ihrer Arbeit überwiegend negativ besetzt sei. Man erfülle hohe Tierschutzstandards und arbeite in Sachen Tiergesundheit vorbildlich. So betonten die Schweinehalter, dass beispielsweise ein massenhafter Antibiotikaeinsatz in der Schweinehaltung kein Thema mehr sei.

Thomas Krüger abschließend: „Der Verband stellte in diesem Zusammenhang heraus, dass viele Betriebe Besichtigungsangebote machen um Vorurteilen entgegenzutreten. Leider würden derartige Angebote kaum wahrgenommen. Ich appelliere deshalb an alle die über Schweinehaltung und -zucht reden, sich vor Ort ein Bild zu machen. Insbesondere sollten Schulen diese Angebote nutzen, um Kindern wieder einen Zugang zur Landwirtschaft zu ermöglichen."
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