Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
27. Januar 2016

Theaterreform sichert vielfältiges kulturelles Angebot im Land

Dagmar Kaselitz: Grüne sollten sich konstruktiv einbringen statt Verschwörungstheorien aufzustellen

Der Landtag beschäftigte sich heute im Rahmen der „Aktuellen Stunde“ auf Antrag der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen mit dem Theaterkonzept des Landes. Hierzu erklärte für die SPD-Fraktion die Abgeordnete Dagmar Kaselitz:

„Die Koalition hat bei der Theaterreform immer betont, dass es vor allem auf funktionierende Spielstätten, die Sicherung einer hohen künstlerischen Qualität und eine seriöse Finanzierung ankommt. Denn es sind die hohen strukturellen Defizite unserer Theater im Land, die eine Reform unumgänglich machen. Ansonsten schlittern alle Theater in die Insolvenz.

Bei der Theaterreform muss das Land v.a. die künftige Leistungsfähigkeit der kommunalen Träger immer im Blick haben. Daher hat die Koalition von Anfang an klar gemacht, dass die Finanzhilfen ab 2020 dynamisiert, aber die kommunalen Träger bei den notwendigen Kosten für die Umstrukturierung vom Land unterstützt werden.

Das Konzept der Grünen sieht dagegen vor, dass alles beim Alten bleibt und das Land mehr Geld ausgibt. Die Leistungsfähigkeit der Trägerkommunen spielt dagegen aus grüner Sicht keine Rolle. Zur Not soll das Land seinen Betrag dann noch einmal erhöhen, obwohl es schon jetzt mehr als die Hälfte der Theaterzuschüsse leistet.

Fakt ist aber, dass das Land bei den Zuschüssen pro Einwohner für die Theater weiterhin weit über dem Bundesdurchschnitt liegt. Zudem ist es schlicht falsch, wenn von den Grünen der Eindruck erweckt werden soll, dass der östliche Landesteil schlechter behandelt wird als der westliche. So sind die Landesschüsse pro Einwohner im Osten unseres Landes sogar höher als im Westen. Daran ändern auch die höheren Umstrukturierungshilfen für Schwerin nichts.

Statt sich mit Nebensächlichkeiten zu beschäftigen und Verschwörungstheorien aufzustellen, sollten sich die Grünen endlich konstruktiv in die Theaterdebatte einbringen.“

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  • Sprecherin für Integration, Migration und Entwicklungspolitik