Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
25. Januar 2017

Windkraft: Großartige Chance für Mecklenburg-Vorpommern

Philipp da Cunha: Erneuerbare Energien schaffen gut bezahlte Arbeitsplätze - AfD bietet Vogel-Strauß-Politik als Lösung für Klimawandel und beschwört Horrorszenarien der Energiewende


Zur heutigen Diskussion im Landtag zu den Themen Risiken der Windkraft sowie der Energiewende erklärt der energiepolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Philipp daCunha:

„Das Festhalten an Kohle, Öl und Gas würde für die Menschen im Land zu einer riesengroßen Wette auf dauerhaft niedrige Preise für mineralische Brennstoffe. Die Preisentwicklung der letzten Wochen zeigt aber, dass diese Wette verloren wird, die Preise wieder deutlich steigen. Das trifft zuallererst die Menschen, die sowieso nur wenig zum Leben haben.

Es geht bei der Energiewende im Kern darum, alle Menschen in Mecklenburg-Vorpommern dauerhaft und sicher mit günstiger und bezahlbarer Energie zu versorgen. Das funktioniert nur, wenn wir den Wechsel von endlichen Ressourcen wie Öl, Gas und Kohle schaffen hin zur – nach menschlichen Maßstäben – unendlichen Ressource der Sonnenenergie. Dabei geht es im Kern nicht einmal um grüne Träumereien vom Klimaschutz.

Für Mecklenburg-Vorpommern hat die Energiewende großartige Chancen geschaffen. Gut bezahlte Arbeitsplätze sind im Land entstanden und werden auch noch weiter entstehen. Wir tragen durch die bei uns erzeugte Windenergie schon heute dazu bei, dass Deutschland in wenigen Jahren auch die letzten verbliebenen Kernkraftwerke beruhigt abschalten können, für unsere Kinder und Enkel nicht mehr die Gefahr eines GAUs bestehen wird.

Mit Erschrecken habe ich heute die Beiträge der AfD verfolgt. Der Klimawandel, der weltweit das Leben von Millionen von Millionen Menschen bspw. in den Küstenregionen bedroht und diese zur Flucht treiben wird, wird positiv gesehen. Ein Einfluss der Menschen auf das Klima schlichtweg geleugnet. Die Energiewende wird als „weltweite sozialistische Umverteilungsaktion“ diffamiert. Horrorszenarien von Menschen im Schein eines Teelichtes werden heraufbeschworen. Handlungsoptionen? Fehlanzeige. Die AfD schlägt vor: Nichts tun.

Sicher, diese Vogel-Strauß-Politik ist eine Alternative in der deutschen Parteienlandschaft, aber keine, die zur Lösung von Problemen konstruktiv beiträgt. Die hohe Netzsicherheit in Deutschland auch zukünftig zu erhalten, die Chancen für gute Arbeitsplätze im Land nutzen und auf Bundesebene für eine solidarische und gerechte Verteilung der Kosten der Energiewende einzutreten, das sind die praktischen Dinge, die die SPD-Landtagsfraktion weiter verfolgen wird.

Bezüglich der im Dezember havarierten Windenergieanlage im Windfeld Rakow, die von der AfD als Anlass für die Diskussion genommen wurde, zeigt das Handeln der beteiligten Behörden, dass die Mechanismen der Überwachung der Windenergiebranche funktionieren. Die verbliebenen 20 Anlagen gleicher Bauart in Rakow sind inzwischen, auf behördliche Anordnung, vom Netz genommen und werden nun einer intensiven Prüfung unterzogen. Windenergieanlagen gehören, Unkenrufen aus interessierten Kreisen zum Trotz, zu den sichersten technischen Einrichtungen im öffentlichen Raum.“
  • Parlamentarischer Geschäftsführer
  • Sprecher für Netzpolitik und Digitalisierung
  • Innenausschuss, Finanzausschuss