Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
22. Oktober 2012

Zahl der Kinder in Armut sinkt um 3.150

Ralf Mucha: Landespolitik hat richtigen Kurs eingeschlagen

Die aktuellen Zahlen der Bertelsmann-Stiftung zur Kinderarmut in Mecklenburg-Vorpommern kommentiert der Kinder- und Jugendpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Ralf Mucha wie folgt:

„Die aktuelle Entwicklung ist ein Schritt in die richtige Richtung. Im Vergleich zu 2008 sank die Zahl der Kinder in Mecklenburg-Vorpommern, die in Armut leben um 3.150 auf 11.200. Dies sind immer noch 11.200 Kinder zu viel. Aber die Entwicklung zeigt, dass die Landespolitik mit ihrem Fokus auf gute Arbeit und Jobs auf dem ersten Arbeitsmarkt den richtigen Kurs eingeschlagen hat. Auch der von der SPD-/ CDU-Koalition eingeführte Mindestlohn im Landesvergabegesetz dient der Bekämpfung von Kinderarmut. Zudem kam bereits der Unicef-Bericht zur Lage der Kinder in Deutschland Ende 2011 zum dem Schluss, dass Kinder starke Eltern brauchen und von deren Berufstätigkeit profitieren. Vor diesem Hintergrund ist und bleibt das von der Bundesregierung geplante Betreuungsgeld, dass Eltern eher aus Arbeit fern hält, abzulehnen, zumal es gerade Kinder aus armen Familien diskriminiert.“

Hintergrund:

Die Kinderarmutsquote der unter 3-Jährigen in M-V ist von 37,2 Prozent im Jahr 2008 um 23,1 Prozent auf 28,6 Prozent im Vorjahr gesunken. Dies entspricht 3.150 Kindern weniger im Land, die in Armut leben. Die Zahl der Kinder unter 3 Jahren lag jeweils mit knapp 39.000 Kindern relativ konstant. Die Bertelsmann-Stiftung definiert Kinderarmut an der Frage, ob die Kinder in Familien mit Bezug sozialstaatlicher Grundsicherungsleistungen (SGBII-Bezug) aufwachsen.

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