Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
26. April 2017

AfD-Politiker Ralph Weber enttarnt sich als Neonazi

Der AfD-Landtagsabgeordnete Ralph Weber hat sich im Internet zum Ausgang des Bundesparteitages am vergangenen Wochenende geäußert.
Die Vokabeln, die er dabei nutzt, erinnerten unmissverständlich an den Sprachgebrauch der NPD, so der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Thomas Krüger:

Wie der umstrittene Björn Höcke in seiner unsäglichen Rede zum deutschen Geschichtsbild, fordert auch Ralph Weber nun eine ‚Kehrtwende in der Geschichtsbetrachtung‘. Den Begriff ‚Schuldkult‘ hatten wir Parlamentarier in Mecklenburg-Vorpommern zuletzt von der NPD gehört – nun kommen solche rechtsextremen Floskeln von der AfD. Wenn Herr Weber obendrein von ‚Bio-Deutschen mit zwei deutschen Eltern und vier deutschen Großeltern‘ spricht, erinnert das ganz klar an den Ariernachweis der Nationalsozialisten“, so Krüger weiter.

Ihn wundere allerdings die Zurückhaltung der AfD-Fraktion gegenüber diesen nicht hinnehmbaren Äußerungen Webers, kritisiert Krüger.

Noch im September 2016 hatte der heutige Fraktionsvorsitzende der AfD Leif-Erik Holm vorgegeben, nichts mit der NPD gemein zu haben. Nun scheint er - quasi durch die Hintertür – ihr Chef geworden zu sein. Das sah ja selbst Udo Pastörs so, der im NDR-Fernsehen beklagte, dass AfD-Politiker seine Reden kopierten“, gibt Krüger zu bedenken.

Es wird Zeit, dass Herr Holm nicht länger zu den Verbalentgleisungen seiner Leute schweigt. Wenn er sich nicht von den Neonazi-Sprüchen seiner Partei distanziert, darf er sich nicht wundern, wenn die Menschen die AfD mit der NPD gleichsetzen“, so Thomas Krüger abschließend.
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