Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
02. Juli 2020

Grundrente würdigt endlich Lebensleistung vieler Menschen mit niedrigem Arbeitseinkommen

Thomas Krüger: Grundrente ein erster wichtiger Schritt – Auskömmliche Alterssicherung braucht aber auf Dauer vor allem gute Löhne

Von der heute im Bundestag verabschiedeten Grundrente profitieren nach einer ersten Schätzung der Deutschen Rentenversicherung Nord bis zu 70.500 Rentnerinnen und Rentner aus Mecklenburg-Vorpommern. Mit knapp 46.500 Rentnerinnen werden es überwiegend Frauen sein, die den Zuschlag auf die ansonsten sehr niedrige Rente erhalten werden.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Krüger dazu: „Diese Zahlen widerlegen eindeutig Behauptungen, dass von der Grundrente nur wenige Menschen profitieren würden. Gerade in Ostdeutschland wird nun die Lebensleistung vieler Menschen besser gewürdigt und die Gefahr von Altersarmut deutlich gemildert. Es ist ein zutiefst sozialdemokratisches Anliegen, dass Menschen im Alter nicht zu Bittstellern werden müssen.

Viel wichtiger ist allerdings, dass die Grundrente nur ein erster Schritt sein darf. Wenn endlich in allen Branchen Löhne gezahlt werden, die später eine auskömmliche Rente hervorbringen, sind wir wirklich auf dem richtigen Weg zu mehr Leistungsgerechtigkeit und Anerkennung von Arbeit. Die Corona-Krise hat noch einmal verdeutlicht, wie wichtig und systemrelevant gerade die teilweise sehr schlecht bezahlten Berufe sind, die oft auch noch vorwiegend von Frauen ausgeübt werden. Singen auf dem Balkon oder gesalbte Lobesworte sorgen aber leider nicht für höhere Löhne oder eine bessere Alterssicherung. Deshalb gibt es beim Thema Gerechtigkeit noch viel zu tun, auch wenn heute ein guter Tag für viele Menschen ist, die bei niedrigen Löhnen dennoch lange und hart gearbeitet haben.“
  • Fraktionsvorsitzender
  • Sprecher für Medienpolitik