Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
12. August 2020

Mauer war in Beton gegossenes Unrecht

Am 13. August 1961 begann in Berlin der Bau der innerdeutschen Grenze. Zum historischen Ereignis erklärt Thomas Krüger, Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern: 

„Zweimal stand die DDR-Regierung vor derselben Frage: Wie soll sie mit der Massenflucht ihrer Bürger*innen umgehen? 1961 lässt das Regime die Mauer bauen. 1989 muss sie die Grenze endgültig einreißen. Dazwischen prägt und trennt sie das Leben in Ost und West und ist Ursache für viele persönliche und heftige Schicksale. Sie war in Beton gegossenes Unrecht mitten im geteilten Deutschland. Wir werden nie vergessen, wie viel Leid die innerdeutsche Grenze mit sich brachte. Darum ist für uns das Gedenken auch am Jahrestag des Mauerbaus dringender als je zuvor. Und sie mahnt uns: Konflikte sollten immer im Gespräch miteinander gelöst werden und niemals durch Abschottung. Hier ist die politische Maxime unseres früheren Bundespräsidenten Johannes Rau – das „Versöhnen statt spalten“ – eine ausgezeichnete Leitschnur. Das macht die Mauer auch 30 Jahre, 9 Monate und 5 Tage nach dem Mauerfall zu einem wichtigen Lehrstück für unsere Demokratie.“
Themen: #Demokratie
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