Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
04. März 2020

Rostock empfiehlt sich als Standort für Arno-Esch-Zentrum

Der Bildungsausschuss des Landtages hat heute den Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der Deutschen Demokratischen Republik, Roland Jahn, zu Gast gehabt.
Im Anschluss an die Sitzung erklärt der hochschulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Dirk Stamer:

 „Der Bildungsausschuss hat sich ausführlich vom Bundesbeauftragten informieren lassen. Die Ausschussmitglieder der SPD-Fraktion kommen danach zu dem Ergebnis, dass sich der Universitätsstandort Rostock besonders als Standort für die geplante Zentralisierung der Aufbewahrung der Stasi-Unterlagen eignet. Die direkte räumliche Nähe zu Wissenschaft und Forschung ist eines der wesentlichen Kriterien, das hier erfüllt wird. Die Lehramtsstudierenden in Rostock würden wie die Historiker von der Nähe zu der „Trophäe der friedlichen Revolution“, wie Roland Jahn die Unterlagen nennt, profitieren. Schließlich sind es auch die Lehrer, die die Erinnerung an das DDR-Unrecht unseren Kindern weitergeben werden. Hinzu kommt die Forderung nach der Einbettung in historische Orte, was mit Rostock als Sitz der ehemaligen Bezirksverwaltung ebenfalls erfüllt wird. Bedenken, dass der Bürgerservice unter der Zentralisierung leiden könnte, teilen wir nicht. Die Standorte Neubrandenburg und Schwerin sollen erhalten bleiben und für Bürgeranfragen weiterhin ansprechbar sein. Es ist nun an der Zeit, wie im Koalitionsvertrag verabredet, die Errichtung des Arno-Esch-Zentrums am Universitätsstandort Rostock in Angriff zu nehmen.“
  • Sprecher für Forschungs- und Technologiepolitik, Hochschulpolitik
  • Petitionsausschuss, Bildungsausschuss