Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
04. Juli 2013

Steigender Bedarf von altengerechten Wohnungen ist ein bekanntes Problem

Enquete-Kommission „Älter werden in M-V“ berät Lösungsvorschläge

 „Die Studie des Pestel-Instituts hat einem Thema weitere mediale Aufmerksamkeit verschafft, das auch uns intensiv beschäftigt“, so Julian Barlen, Obmann der SPD-Fraktion in der Enquetekommission „Älter werden in Mecklenburg Vorpommern“, angesichts der aktuellen Berichterstattung.

Die in der Studie beschriebenen Trends in den Bereichen Bevölkerungsentwicklung, Wohnungswesen und dem Gesundheitssektor seien schon eine Weile bekannt, so der Landtagsabgeordnete weiter. Deshalb sei in dieser Legislaturperiode vom Landtag die Enquete-Kommission „Älter werden in Mecklenburg- Vorpommern“ eingesetzt worden, um konkrete Lösungen und Maßnahmen des Landes für die Probleme, die der Demographische Wandel mit sich bringt, zu erarbeiten.

In einem ersten Schritt hat jüngst Prof. Dr. Peter Dehne mit seinem Team für die Enquete-Kommission ein umfassendes Gutachten zu Siedlungsstrukturen und Infrastruktur vorgelegt. Darauf aufbauend wird im Oktober die Leiterin des Bereichs Wohnen und Quartiersgestaltung beim „Kuratorium Deutsche Altershilfe“, Ursula Kremer-Preiß, über nötige Anpassungen im Wohnbestand und innovative Wohnformen berichten. Beide Gutachten bilden die Grundlage für eine gemeinsame Expertenanhörung mit allen am Bereich „Wohnen im Alter“ Beteiligten aus Mecklenburg-Vorpommern. Gemeinsam mit der gesamten Enquete-Kommission wollen Wohnungswirtschaft, Seniorenbeirat, Kommunal- und Landesverwaltung sowie die Politik Handlungsempfehlungen mit möglichst breiter Wirkung vorlegen.

„Schon heute leben über 90 Prozent der älteren und hochbetagten Menschen in ihren eigenen Wohnungen. Wir brauchen verstärkt Rahmenbedingungen für Neubau und Sanierung, die die besonderen Ansprüche dieser Mieter berücksichtigen. Dabei dürfen wir uns aber nicht alleine auf die bauliche Anpassung des Wohnraums beschränken. Wichtig ist auch, dass ältere Menschen in Ihrem Wohnumfeld weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, damit die Senioren in ihren Wohnungen nicht vereinsamen. Dieser sozialen Dimension des Wohnens gilt ebenfalls unsere Aufmerksamkeit“, so Julian Barlen abschließend.

Hintergrund:

Die Enquete-Kommission „Älter werden in Mecklenburg-Vorpommern“ wurde vom Landtag eingesetzt, um politische Maßnahmen zur Anpassung an die älter werdende Gesellschaft zu empfehlen. Sie setzt sich aus elf Mitgliedern des Landtages und zehn externen Fachleuten zusammen und tagt öffentlich. In den sechs Themenfeldern „Wohnen im Alter“, „Alter und Gesundheit/Pflege“, „Mobilität im Alter“, „Bildung/Arbeit“, Bürgerschaftliches Engagement/Gesellschaftliche Teilhabe“ und „Infrastruktur“ erarbeitet die Kommission auf Grundlage von wissenschaftlichen Gutachten und im Dialog mit den zuständigen Ministerien und Experten aus der Praxis Vorschläge für eine zukunftsfeste Seniorenpolitik.

  • Sprecher für Gesundheitspolitik, Strategien gegen Rechtsextremismus