Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
05. Juli 2021

Unser Gesundheitssystem darf nie auf Kante genäht sein!

In 83 Tagen ist Landtagswahl. Die SPD-Fraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern zieht weiter Bilanz – diesmal zum Thema Gesundheitspolitik. Nicht zuletzt die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig eine flächendeckende und qualitativ hochwertige medizinische Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern ist. Dazu erklärt Julian Barlen, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion: 


„Wir wollen eine qualitativ hochwertige und gut erreichbare medizinische Versorgung für alle Menschen in Mecklenburg-Vorpommern sicherstellen. Die Gesundheit und die Bedürfnisse der Menschen stehen dabei im Mittelpunkt. Für uns ist klar: Weder ist Gesundheit eine Ware, noch darf unser Gesundheitssystem jemals auf Kante genäht sein. Genau das hat uns nicht nur, aber in besonderem Maße die Corona-Pandemie vor Augen geführt. Als SPD-Fraktion danken wir allen Menschen, die im Gesundheits- und Pflegebereich arbeiten, egal, ob unmittelbar unter anderem als Pfleger*innen, Mediziner*innen oder mittelbar beispielsweise als Laborassistent*innen, Apotheker*innen, Reinigungskräfte etc. Sie haben für uns alle in den zurückliegenden Monaten enorm viel geleistet und unsere medizinische Versorgung mit abgesichert. Gemeinsam sind wir so bisher gut durch diese Pandemie gekommen. Zusätzlich für die Bekämpfung der Corona-Pandemie hatten wir im Landtag unter anderem für die Beschaffung von Schutzausrüstung sowie die Ausstattung unserer Kliniken und der medizinischen Versorgungsbereiche nochmals über den MV Schutzfonds rund 481 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Weil unser Gesundheitssystem nicht auf Kante genäht sein darf, werden wir auch in Zukunft die Krankenhausstandorte in MV wie in den zurückliegenden fünf Jahren erhalten und weiterentwickeln. Auch fördern wir örtliche Initiativen zur Rekommunalisierung von Krankenhäusern wie zuletzt in Crivitz ebenfalls mit Landesgeld.

Gute Gesundheitsversorgung heißt für uns aber auch Spitzenmedizin. Deswegen werden wir Einrichtungen wie das Onkologisches Spitzenzentrum CCC weiterhin unterstützen.

In der Enquete-Kommission ‚Zukunft der medizinischen Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern‘ haben wir in den zurückliegenden Monaten viele wichtige Empfehlungen erarbeitet. Eine flächendeckende medizinische Versorgung wird sich nur durch eine sektorenübergreifende Zusammenarbeit und den kooperativen Einsatz aller verfügbaren Kräfte sicherstellen lassen. Der Zugang zu ambulanten, pflegerischen und generell allen heilberuflichen Leistungen ist zu verbessern und langfristig zu sichern. Dazu gehören unter anderem: die Stärkung der Patientenbeteiligung, eine bessere sektoren- und trägerübergreifende Zusammenarbeit, der Ausbau von Gesundheitszentren in der Fläche, der Schaffung einer telemedizinischen Plattform, eine konzertierte Aktion für eine gesicherte Geburtshilfe und nicht zuletzt die generell bessere Erreichbarkeit von Gesundheitsangeboten.

Nur mit vereinten Kräften, heißt mit allen an der Gesundheitsversorgung beteiligten Akteuren, werden wir auch in der Zukunft eine gute Versorgung realisieren können, die auch überall in der Fläche in MV erreichbar ist.“
Kontakt
  • Sprecher für Gesundheitspolitik, Strategien gegen Rechtsextremismus