Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
22. Juli 2021

Miteinander reden und verhandeln ist immer besser als Eskalation und kalter Krieg

Kompromiss zu Nordstream 2 sichert vernünftige Beziehungen zu Russland und den USA

Zur Einigung in Sachen Nordstream 2 erklärt der Fraktionsvorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Thomas Krüger:
„Es ist eine gute Nachricht, dass sich Deutschland und die USA auf einen Kompromiss im Streit um den Bau der Gaspipeline Nordstream 2 geeinigt haben. Wir Sozialdemokraten im Landtag haben immer die Position vertreten, dass die Fertigstellung der Pipeline sowohl wirtschaftlich, versorgungstechnisch aber auch politisch für alle Beteiligten von Vorteil ist.

Bei aller Kritik an den politischen Verhältnissen in Russland hätte es niemandem genützt, die Beziehungen zu Russland zu belasten und bestehende Gesprächsfäden abreißen zu lassen. Gleichermaßen wäre es ein großer Schaden gewesen, wenn der Streit um die Pipeline die enge Bindung zwischen den Amerikanern und den Deutschen noch mehr belastet hätte, als dies schon die verheerende Politik Donald Trumps getan hat. Wir wollen vernünftige und angemessene Beziehungen zu allen Seiten: Gern kritisch, ehrlich, streitbar – aber nicht mit Mitteln des kalten Krieges und auf Kosten der eigenen wirtschaftlichen Entwicklung.
Die friedliche Erfolgsgeschichte der Europäischen Union hat uns allen vor Augen geführt, wie wichtig es ist, miteinander zu reden und zu verhandeln, statt Dinge eskalieren zu lassen. Kalter Krieg und Sanktionen schaden in der Regel nur den Beziehungen zwischen den Völkern. Das kann nicht unser Ziel sein.“
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