Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
22. August 2013

Neuausrichtung der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik darf nicht zu Lasten Mecklenburg-Vorpommerns gehen

Thomas Krüger: Nachholbedarf in der Entwicklung des ländlichen Raumes muss bei nationaler Umsetzung besondere Berücksichtigung finden

Heute fand im Agrarausschuss des Landtages eine öffentliche Anhörung zur nationalen Umsetzung der Neuausrichtung der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik (GAP) für den Zeitraum 2014 bis 2020 statt. Im Ergebnis dieser Anhörung hat der Agrarausschuss Forderungen zur Sicherung einer wettbewerbsfähigen und umweltgerechten Landwirtschaft sowie für die wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung der ländlichen Räume in Mecklenburg-Vorpommern formuliert. Hierzu erklärt der agrarpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Thomas Krüger:

„Einvernehmlich hat sich der Agrarausschuss für den Bestand der Ergebnisse der Triloggespräche ausgesprochen, um den Landwirten und Akteuren im ländlichen Raum endlich Planungssicherheit ab 2014 geben zu können. Darüber hinaus herrscht Einigkeit in der Forderung, dass der Nachholbedarf in der Entwicklung des ländlichen Raumes in Mecklenburg-Vorpommern bei der nationalen Verteilung der Mittel der sogenannten 2. Säule der GAP besondere Berücksichtigung finden muss. Dabei handelt es sich um Mittel, die direkt für die wirtschaftliche, soziale und ökologische Gestaltung des ländlichen Raumes eingesetzt werden.

Der SPD-Fraktion ist es darüber hinaus besonders wichtig, dass in Deutschland die Verringerung der Zahlungen für große Betriebe vermieden wird. Diese sogenannte Degression der Direktzahlungen würde für die Mehrheit der landwirtschaftlichen Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern erhebliche Wettbewerbsnachteile nach sich ziehen.“

Zu den bislang vorliegenden Ergebnissen zur Neuausrichtung der GAP sagt Thomas Krüger: „Die Richtung stimmt, wir behalten eine wettbewerbsfähige Landwirtschaft und kommen dem gesellschaftlichen Wunsch nach einer umweltverträglicheren und nachhaltigeren Landbewirtschaftung nach. Kritisch sehe ich ausdrücklich, dass das Ziel, die Bürokratie abzubauen nicht erreicht wurde. Schlimmer noch: Ich erwarte, dass sowohl die Behörden als auch die Betriebe künftig mehr mit Formalien zu kämpfen haben werden als bisher schon.“

Kontakt
  • Ausschussvorsitzender Petitionen
  • Sprecher für Europapolitik
  • Petitionsausschuss und Wissenschafts-Europa-Ausschuss